Sprache und Schrift
Tamazight Aussprache
Die Laute, die es im Deutschen nicht gibt, und was im Rif anders klingt
Die meisten Buchstaben klingen wie im Deutschen. Schwierig sind eine Handvoll Laute aus dem Rachen, und im Rif ein paar Eigenheiten, die man kennen sollte.
Die Laute aus dem Rachen
ɣ klingt wie das deutsche Zäpfchen-r in „Rabe“: Aɣrum (Brot), Aɣi (Milch).
x ist das ch aus „Bach“: Xemsa (fünf), Sbaḥ lxir (guten Morgen).
q ist ein k ganz hinten im Rachen, ohne Hauch: Qahwa (Kaffee), Aqemmum (Mund).
ḥ ist ein kräftiges, im Rachen gepresstes h: Marḥba (willkommen), Lbḥar (Meer).
ɛ ist der schwierigste Laut: ein gepresster Kehllaut ohne deutsches Gegenstück, als käme ein a tief aus der Kehle: ɛacra (zehn), Sebɛa (sieben).
Die dunklen Laute
Buchstaben mit einem Punkt darunter (ẓ, ḍ, ṭ, ṛ, ṣ) spricht man mit zurückgezogener Zunge. Sie klingen dumpfer und färben die Vokale daneben dunkler: Aẓru (Stein).
Was die Schrift anders schreibt
c steht für sch: Acewwaf (Haar). e ist ein kurzes, unbetontes e wie in „bitte“: Xemsa. Doppelte Buchstaben werden länger gehalten: Setta (sechs), Aqemmum.
Was im Rif anders klingt
Das t klingt im Rif meist wie das englische th in „think“: Trata (drei) spricht man thratha, Tamment (Honig) thamment. Ebenso wird d zum weichen th aus „this“. Nach einem n bleiben beide hart. Wo andere Formen des Tamazight ein l haben, steht im Rif oft ein r: Ur (Herz, anderswo ul), Rmux (Gehirn), Rɣab (Westen), Rkas (Glas).
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- Wikipedia: Tarifit. https://en.wikipedia.org/wiki/Tarifit. Geprüft am 5. Okt. 2026.